Linde Welding GmbH setzt auf Cash Flow Accounting von S&N

Parsberg, 16.05.2017

Im Oktober 2016 wurde CFA - Cash Flow Accounting bei der Linde Welding GmbH in wenigen Tagen installiert und für das Jahr 2016 rückwirkend produktiv gesetzt.

Die beiden Komponenten des Cash Flow Accountings, die Liquiditätsrechnung (IST-Daten) und die Liquiditätsplanung (Plan-Daten), ermöglichen im Zusammenhang mit dem im SAP integrierten Cash Management einen detaillierten Überblick über die Liquiditätsströme, d.h. über die Mittelherkunft sowie die Mittelverwendung sowohl der IST- als auch der Plandaten.

Liquiditätsrechnung

Bei der Liquiditätsrechnung werden die Informationen nicht aus den Buchhaltungsdaten generiert, sondern aus einer eigenständigen Datenbasis. Parallel zur Buchhaltung wird automatisch aus den originären Geschäftsvorgängen eine separate Datenbasis für die Liquiditätsrechnung erstellt. Manuelle Ergänzungen oder Eingriffe sind bei der Datenerfassung weder notwendig noch vorgesehen.

„Die Liquiditätsrechnung ermöglicht es uns, die Kapitalflussrechnung nach der direkten Methode für den Konzern zeitgleich mit dem Periodenabschluss (Fast Close) ohne zusätzlichen Aufwand zu erstellen“, erklärt Robert Rick, Kaufmännischer Leiter der Linde Welding GmbH.

Der Aufbau bzw. die Steuerung der Liquiditätsrechnung erfolgt im Wesentlichen über zwei Haupttabellen. Im ersten Schritt werden die Liquiditätspositionen im Customizing definiert. Im zweiten Schritt werden die operativen Konten den Liquiditätspositionen zugeordnet. Die Liquiditätspositionen werden wiederum zu Liquiditätsgruppen zusammengefasst und orientieren sich an den rechtlichen Vorgaben.

Folgende Gruppen werden dabei nach IFRS, US-GAAP, HGB etc. gefordert:

  1. Fonds (Cash)
  2. Operatives Geschäft
  3. Investitionen
  4. Finanzierung

Die täglichen Geschäftsvorgänge werden in der Buchhaltung und in der Liquiditätsrechnung unabhängig voneinander verarbeitet. Während in der Buchhaltung dem vermögens- und erfolgswirksamen Aspekt Rechnung getragen wird, stellt die Liquiditätsrechnung ausschließlich auf die Veränderung der liquiden Mittel ab.   

Die Liquiditätsrechnung muss damit pro Geschäftsvorgang zwei Information liefern. Einerseits muss erkennbar sein, ob ein Geschäftsvorgang überhaupt einen Einfluss auf die liquiden Mittel hat und wenn ja, ist zu zeigen woher (Mittelherkunft) die liquiden Mittel kamen bzw. wofür (Mittelverwendung) die liquiden Mittel verwendet wurden.

Die Ergebnisse des Cash Flow Accountings werden wegen dieser Zweidimensionalität zweckmäßigerweise in Matrixform dargestellt.

Die eingangs erwähnten Liquiditätspositionen bilden in der Matrix die Merkmale sowohl für die Zeilen als auch für die Spalten. Die Matrixform bildet insofern die Grundlage des Reportings und ist mit der Saldenliste auf der Buchhaltungsseite vergleichbar.

Die Ergebnisse des Cash Flow Accountings in Matrixform

Auf der Diagonale werden die Anfangsbestände der zu jeweiligen Liquiditätsposition gehörenden Konten gezeigt. Die einzelnen Zellen zeigen den Liquiditätsfluss. Auf der Grundlage dieser Datenbasis sind dann weitere Reports verfügbar.

Cash Flow Accounting Reports

In der obigen Abbildung wird der Einkauf von Waren in Höhe von EUR 500.000,00 plus 19% MwSt und die anschließende Zahlung unter Abzug von 3% Skonto gezeigt.

Liquiditätsplanung

Neben der Liquiditätsrechnung beinhaltet das Cash Flow Accounting auch die Liquiditätsplanung.

Nachdem der klassische Planungsprozess durchgeführt wurde, zeigt die Liquiditätsplanung gleichzeitig die aus dem Planungsprozess resultierenden geplanten Ein- und Auszahlungen pro Periode und pro Liquiditätsposition.

Cash Flow Accounting Liquiditätsplanung

Dabei werden für jede Periode des zukünftigen Planungszeitraums die liquiden Mittel, die Forderungen und die Verbindlichkeiten als Plangrößen gezeigt. Vorgenommene Planänderungen führen im Rahmen einer rollierenden Cash flow Planung zur Aktualisierung dieser Plangrößen  

Im laufenden Geschäftsjahr wird die integrierte Cash flow Planung dann von Periode zu Periode im Rahmen eines „Rolling Forecast“ angepasst. Aufbauend auf den IST-Daten der abgelaufenen Periode und den Plandaten der zukünftigen Perioden wird die Cash flow Planung aktualisiert bzw. mit der rollierenden GuV-Planung synchronisiert.

„Die monatlich rollierende GuV-Planung und die damit einhergehende rollierende Liquiditätsplanung zeigt uns zeitnah die aus einer veränderten GuV-Planung sich ergebenden Auswirkungen auf die liquiden Mittel“, erläutert Robert Rick.

Des Weiteren können die Planzahlen in weitere Währungen, bspw. in die Konzernwährung, umgerechnet werden. Für die integrierte Liquiditätsplanung gibt es separate Umrechnungskurse, um auf sich verändernde Wechselkurse zeitnah reagieren zu können.

„Da die Liquiditätsplanung auch die Plan-Forderungen und die Plan-Verbindlichkeiten pro Periode zeigt, sind damit bereits die wesentlichen Informationen für unsere Bilanzplanung verfügbar“, ergänzt Robert Rick.

 

CFA - Cash Flow Accounting in Kürze:

  • Kapitalflussrechnung nach der direkten und indirekten Methode
  • Liquiditätsrechnung und Liquiditätsplanung als integriertes SAP-Modul
  • Einheitliche Gliederung für alle Buchungskreise des Unternehmens
  • Keine manuellen Ergänzungen bei der Datenerfassung
  • Nachvollziehbarkeit bis zum originären Buchhaltungsbeleg
  • Mittelherkunft und Mittelverwendung tagesaktuell verfügbar
  • Rollierende Liquiditätsplanung aufgrund der Ergebnisplanung
  • Berücksichtigung erwarteter Wechselkursschwankungen
  • Schnelle und einfache Integration in Ihre SAP-Umgebung
  • Einheitliche Struktur der Liquiditätspositionen für Ihr Unternehmen
  • Zusammenfassung von Buchungskreisen auch mit unterschiedlichen Kontenplänen
  • Einfache Konsolidierung durch Ausweis der Intercompany-Beziehungen
  • Klassisches und neues Hauptbuch in SAP

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Ansprechpartner: Michael Schwandner

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